Halbleiter & Künstliche Intelligenz
Synchronisation von Mensch und Maschine
           


 
 


 

 H I N T E R G R U N D

 

B L O G

   

M E N S C H M A S C H I N E

   

K O N T A K T

   

H I N T E R G R U N D

            

 

   

   

   

A U S L Ö S E R   T E I L   1

 

     


 

 

D É J À - V U

   1  von  3  

 

"(...) Dabei fiel mir die Stimme der Sprachsynthese sofort auf! Als ein Fan von den Space Odyssee 2001 (wobei eher 2010;) erinnerte mich das Gehörte sofort an die Stimme von HAL und den Zeitpunkt an dem er wieder hochgefahren wird. Genau in dem Moment glaube ich: "war es um mich geschehen"!? (...)." - [André Heyer im Blog von data-memory.de am 22. November 2013]

 

 

 

H A L   9 0 0 0

 

HAL 9000 ist der fiktive Computer des Raumschiffs Discovery in den Filmen 2001: Odyssee im Weltraum (Buch: Arthur C. Clarke, Regie: Stanley Kubrick) und 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (Buch: Arthur C. Clarke, Regie: Peter Hyams).
 

 


H E R K U N F T   D E S   N A M E N S

 
Verbreitet ist die Annahme, HAL sei eine Verballhornung des Markennamens der damals marktführenden Computerfirma IBM, da die Buchstabenfolge H-A-L das Ergebnis der Dekrementation der Buchstabenfolge I-B-M ist (die Buchstaben H, A und L stehen im Alphabet jeweils unmittelbar vor den Buchstaben I, B und M). Zudem taucht das IBM-Logo mehrfach im Film auf. Arthur C. Clarke hat dieser Behauptung allerdings stets widersprochen. HAL steht nach seiner Aussage für Heuristic ALgorithmic (Heuristisch Algorithmisch).
 

 

 

H A L ' S   R O L L E   I N   2 0 0 1 :   O D Y S S E E   I M   W E L T R A U M
 
HAL zeigt während der Reise zum Planeten Jupiter mehr und mehr eine Art neurotisches Verhalten. Er scheint sich in der Fehleranalyse des Antennenmoduls AE-35 zu irren (oder vielleicht täuscht er auch nur einen Fehler vor; dies wird im Film nicht deutlich). Nachdem er herausfindet, dass die Besatzung ihn abschalten will, falls sich die Irrtümlichkeit seiner Fehleranalyse bestätigen sollte, versucht er, die Besatzung auszuschalten, um seine Mission zum Jupiter fortführen zu können – „unbeirrbar und allein“. Dazu tötet er Frank Poole während dessen Weltraumausstiegs und tötet den restlichen Teil der Besatzung – tief schlafende Wissenschaftler (siehe zum Verhalten HALs auch: Double Bind). David Bowman jedoch überlebt. Es gelingt ihm mit einem autarken Raumanzug, in den Zentralraum von HAL einzudringen und dessen höhere Funktionsmodule eins nach dem anderen manuell zu deaktivieren. Während der sukzessiven Abschaltung regrediert HAL zusehends und beginnt schließlich, das Kinderlied Daisy Bell (A Bicycle Built for Two) zu verlauten. (Das Lied war 1962 auf einem von John Kelly, Carol Lockbaum und Max Mathews programmierten IBM-704-Computer abgespielt worden. Kubrick benutzte dies als Inspiration.) In der deutschen Synchronfassung wurde daraus Hänschen klein. Das Besondere und möglicherweise Einzigartige an dieser Szene (vor allem im Vergleich zu anderen Science-Fiction-Filmen dieser Zeit) ist die anscheinende Menschenähnlichkeit HALs und die damit verbundene Umkehrung der klassischen Stereotype. Bowman, der sichtliche Probleme hat, die Fassung zu wahren, zerstört langsam ein scheinbar selbstbewusstes, emotionales Computer-Wesen, dessen Fähigkeit zu wirklichen Emotionen noch zu Beginn der Mission von der Besatzung während eines Interviews mit The World Tonight angezweifelt worden war. HAL zeigt ein Verhalten ähnlich großer Angst vor seiner Abschaltung, und das Lied, das ihm von seinem Lehrer (im Buch Dr. Chandra, im Film Dr. Langley) nach seiner Inbetriebnahme beigebracht worden war, ist ein Kinderlied, weil HAL lernfähig, aber ungeprägt konstruiert ist und daher wie ein Kind erzogen, sozialisiert und enkulturiert worden war. Im Nachfolgefilm 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen, der 1984 nicht von Kubrick, sondern von Peter Hyams – zugleich als Produzent und Regisseur – gedreht wurde, wird das erdgebundene baugleiche Modell SAL 9000 vorgestellt. Seine Stimmmodulation ist im Gegensatz zu HAL 9000 weiblich, sein „Auge“ leuchtet blau, im Gegensatz zu HALs, das rot leuchtet. Gesprochen wurde HAL in der Originalfassung von Douglas Rain, in der deutschen Fassung von Peter Schiff. In 2010 wird HAL von Dr. Chandra reaktiviert. Am Ende dieser Geschichte wird die Discovery mit HAL von der Explosion Jupiters verschlungen. Im Roman 2061 – Odyssee III erfährt der Leser schließlich, dass HAL „überlebt“ hat. Er wird im letzten Teil der Tetralogie, 3001 – Die letzte Odyssee, mit der Hilfe des reanimierten Dr. Frank Poole, den Monolithen auf dem Mond Europa deaktivieren.

 

 

 

[Quelle: Wikipedia]

 

 

Weiter
Top | andre@data-memory.de